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Maritimer Nachwuchs jetzt!

13.03.2025


Aus gegebenen Anlass und den internationalen Umständen auf See, an Küsten und auf den Flüssen wage ich es erneut, meinen Vorschlag zum Erlangen von möglichen nationalen Nachwuchs für das deutsche maritime Know How hier in Erinnerung zu rufen.


Die neuen Herausforderungen der globalen Wirtschaft stellen auch unser Wirtschaftssystem in Frage. Einige schließen dabei auch eine Bedrohung "unserer Freiheit" gleich mit ein.


Die Bundeswehr zeigt uns deutlich, wo wir stehen. 

Unsere Werften sind derart herunter gewirtschaftet worden, dass wir kaum alle Standorte erhalten werden können, obwohl wir Aufträge gerade jetzt vergeben könnten, um noch vorhandenes Können zu nutzen, bevor es vollkommen versandet scheint.


Es sind kleine Lichtblicke vorhanden, endlich werden 2 Forschungsschiffe in Deutschland für Deutschland gebaut. In Wismar und in Bremerhaven wurden die Aufträge gezeichnet, vergeben. Ein positives Signal, wobei aus der Politik dazu auch geäußert wurde, dass jene Werften eben auch wichtig seien für den Fregatten- und U-Bootsbau der Marine. Endlich, sage ich dazu, es wurde aber auch dringend Zeit dies zu erkennen.


Wer meine Seiten hier kennt weiß, was ich schon lange gefordert habe, nämlich eine nationale Kraftanstrengung in diesem Bereich zum Erhalt des maritimen Know How' s.


"Zukunft der maritimen Schifffahrt sichern"


Und wie man den nötigen Nachwuchs bekommen und begeistern könnte, habe ich unter der Überschrift:


Nachwuchs an Bord, ein neuer Weg?


beschrieben und dargestellt. Ich nehme bei meinem Vorschlag Abstand davon, dass der mögliche Nachwuchs sein Leben lang zur See fahren sollte. Schnuppern auf See und verantwortlich arbeiten ja, aber eben nicht mehr als "Ladungstransportbegleiter", weil ihm das Billiglohnsegment deutscher Reeder und Mitglieder des VDR diesen Weg schon verstellt haben.

Um Geld zu verdienen müsste der zur See gehende Nachwuchs freigestellt werden von der Lohnsteuer und seinen Sozialabgaben, genauso wie es die internationale Konkurrenz bereits macht.

Ein Beispiel habe ich im Buch genannt. Mein italienischer Kollege fuhr Brutto für Netto, ich als Deutscher musste mein Bruttoeinkommen versteuern und versichern, weil hier das globale Einkommen berücksichtigt wird. In der EU werden also schon Unterschiede gemacht. Warum?

Um den deutschen Nachwuchs von vornherein schlechter zu stellen, um ihn zu vergraulen?


Die Reeder müssten ebenfalls von den Nebenlohnkosten freigestellt werden, wenn sie Deutsche beschäftigen. Sie sollten aber nicht zusätzlich auch noch die Steuer des Angestellten einkassieren dürfen, das ist ein Griff ins falsche Portmonee.

Subventionen aus der Steuerkasse sollten wirklich nur dann vergeben werden, wenn es darum geht, etwas anzukurbeln, nicht um zusätzliche Überschüsse für schlaue Zuschuss-Jongleure zu kreieren.

Ich nehme hier ehrliche Reeder gerne von meiner Kritik aus, es gibt sie noch.

Aber schlechte Erfahrungen mit den "KG" Reedern zeigten den Ausverkauf von KNOW HOW an Bord und deren Folgen.


Wir brauchen junge Menschen an Bord, an der Küste, auf den Flüssen und in den Häfen, sowie in den Schifffahrtsverwaltungen dringender als in der Vergangenheit.


Wir haben schon sehr viel verschlafen, andere haben unseren Tiefschlaf ausgenutzt und Tatsachen geschaffen.


Der angesprochene Nachwuchs kann sich keinen Rat mehr holen bei seinen Fach- und Berufsverbänden. 

Weder der VDKS, noch der NV und der VKS können fachlich noch mit Kompetenz dienen. Zu alt deren Verwalter und Darsteller, nie draußen an Bord als Führungskräfte Dienst gemacht. Sie wissen nicht was wirklich los ist, lassen sich durch Arbeitgeberseite gerne an Bord nehmen. Tragisch und peinlich zugleich. 


Darum stehen wir nun da, wo wir gerade aufwachen.


Wer soll das Ruder herumwerfen?


Und jetzt eilt es doch sehr,


Dank Trump und eines Krieges vor der Haustür.


Schlechter kann ein glaubhafter Kurswechsel nicht


angeordnet, verordnet werden.


Dennoch:

packen wir es an.

Was bleibt uns denn anderes?



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