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Wenn sichere Besetzung auf See unsicher wird!

07.03.2026


"Bei der IMO wird geredet. Ob ver.di mitredet? Oder Deutschland? Oder der VDR?
Der Ansatz des guten Mannes aus einem labour supplying country ist grundsätzlich nicht schlecht,
aber offensichtlich mit Schwerpunkt auf Schiffsoffiziere gedacht und von vorn herein schon mit möglichen Ausnahmen diskutiert. Das macht den Aufsatz diskussionswürdig."


So zitiere ich einen erfahrenen Kenner der Szene, der mir ab und an interessante Beiträge aus der Schifffahrt zukommen lässt, dem das maritime Know How in Deutschland wohl auch am Herzen liegt. Danke dafür.


Immerhin hat sich hier ein Insider endlich zu Wort gemeldet und von erlebten Erfahrungen auf See berichtet. Und seine Ansätze, die menschliche Sicherheit an Bord zu erhöhen, sind nachvollziehbar, wären sogar machbar. Decken sich mit meinen Gedanken. 

Der erste Schritt wäre doch:

alle Flaggenstaaten müssten die gleichen Voraussetzungen bei Leistung und Überprüfung der Vorgaben an den Tag legen.


Die Sicherheit durch Weiterentwicklungen bei der Technik und der Navigation sind nicht abzustreiten, dies aber dann damit zu verbinden, Besatzungsstärken und deren Qualitäten aus Effizienzgründen zu streichen, ist fahrlässig. Auch die nachweislich globale Billiglohnmentalität führt in schwere See.

Dazu habe ich mich hier oft ausgelassen.


Kapitän Pradeep Chalwa, CEO und Gründer von MarinePALS, schreibt über ein zentrales Thema, das derzeit bei der Internationalen Seefahrtsorganisation (IMO) endlich diskutiert wird. Lesen Sie folgenden Bericht von ihm, den ich gerne unterstütze:



Dazu passen meine Berichte und Erfahrungen zum Thema Schiffsbesetzungsverordnung und deren Folgen wie die Faust aufs Auge.


Muss erst noch mehr auf See passieren, bis hier das Ruder herumgerissen wird? Wenn alle unter denselben Rechten fahren dann verteilen sich Kosten auf alle gleich und wenn die einzelnen Flaggenstaaten ebenfalls Leistungen und Überprüfungen angleichen, könnte die Sicherheit für Seeleute erhöht werden. 


Aber hier sitzt der Schwachpunkt an Land, bei den Betreibern der Schiffe. Ich habe die noch nie über hier beschriebene Themen diskutieren hören, die haben immer nur ihre Interessen im Kopf, setzen das was sie wollen seit Jahrzehnten mit Hilfe der Politik durch, weil Politiker keinen Sachverstand aus der Fahrt und aus dem maritimen Bereich haben, aber unbedingt gestalten wollen! So ihr oft selber vorgetragene Anspruch.

Dabei merken sie nicht unbedingt, dass sie einer Lobby immer mehr verfallen. Sie werden für dumm verkauft.


Es war und bleibt wohl weiterhin ein einfaches Spiel für Reeder!




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